Chinesen setzen geringes Vertrauen in Mordprozess - Vorwurf der Untätigkeit gegen Universität Chicag
Der Prozess gegen Alton Spann, dem neben anderen Delikten der Mord an einem graduierten Studenten aus China an der Universität Chicago (UC) vorgeworfen wird, hat am Dienstag bzw. Mittwoch Beijinger Zeit begonnen. Angesichts der vermutlich langen Prozessdauer hat die lokale Chinesengemeinde dazu aufgefordert, dass dem Opfer Gerechtigkeit widerfahre und effektive Maßnahmen ergriffen würden, um die Bürger zu schützen und endlich gegen das Überhandnehmen von Gewalttaten mit Schusswaffen vorzugehen.

Studenten der Universität Chicago haben auf Demonstrationen gegen die Untätigkeit der Universität in Sprechchören gerufen: „Wir sind hier, um zu lernen, nicht, um zu sterben!“ (Foto von VCG)
Nach Darstellung von chinaqw.com, einer Nachrichtenplattform für Auslandschinesen, dient der erste Prozesstag der Rekonstruktion des Hergangs der Tat. Das Opfer, Zheng Shaoxiong, das gerade einen Masterabschluss an der Universität erworben hatte, wurde am 9. November von dem 18-jährigen Alton Spann ausgeraubt und erschossen.
Die lokale Chinesengemeinde setzt wenig Vertrauen in den Prozess. Ein chinesischer Software-Ingenieur aus Chicago mit Namen Zhang sagte gegenüber der Global Times, dass Spann keine angemessene Strafe erhalten werde, weil es im US-Bundesstaat Illinois keine Todesstrafe gebe.
„Ganz gleich, welche Strafe Spann letztlich erhalten wird, für seine Mutter wird es ein langer und niederschmetternder Prozess. Letztlich wird sie von dem Ausgang enttäuscht sein,“ so Zhang.
Zhengs Tod ist die Spitze des Eisbergs: Chicago wird seit langem von Waffengewalt heimgesucht. Zheng ist das dritte Opfer eines tödlichen Angriffs mit Schusswaffen an der Universität Chicago in nur einem Jahr, wie aus Medienberichten hervorgeht.
Kurz vor Prozessbeginn hat sich am Dienstag in Detroit im US-Bundesstaat Michigan eine Schießerei an einer Schule ereignet, bei der ein 15-Jähriger drei Schulkameraden erschossen und weitere acht Personen verletzt hat.
Der Sprecher des chinesischen Außenministeriums Wang Wenbin sagte am Mittwoch, das in diesem Jahr einige chinesische Staatsbürger Opfer von Waffengewalt in den USA geworden seien.
„Die Zahl der unter Schusswaffengewalt ausgeübten Verbrechen ist weltweit in den Vereinigten Staaten am höchsten. Die Zahl der Opfer steigt weiterhin an und wird zu einem der gravierendsten Menschenrechtsprobleme. Wir rufen die US-Regierung dazu auf, sich dem Problem zu stellen, Verantwortung zum Schutz des Lebens zu übernehmen und dabei auch chinesische Staatsbürger in den USA zu schützen,“ sagte Wang.
Chicago ist eine der gefährlichsten Städte in den USA, die Stadt wird schon seit langem von Waffengewalt heimgesucht. Von dort lebenden Chinesen hat die Global Times erfahren, dass trotz aller Vorsichtsmaßnahmen einen Menschen jeden Tag das Unglück ereilen kann.
„Zheng war am rechten Ort zur rechten Zeit, aber er konnte seinem Schicksal nicht entgehen. Das ist der Grund dafür, warum ich mich um einen Waffenschein bemüht habe, als ich hier zum Arbeiten herkam und seither eine Waffe mit mir führe,“ so Zhang.
Er räumt ein, dass damit ein Teufelskreis eröffnet wird, denn Waffenbesitz kann das Problem der Straftaten unter Waffengewalt nicht lösen, sondern nur verschärfen. Aber er hat „die effektivste Methode gewählt, um mich zu schützen.“
Die Chinese Students and Scholars Association (CSSA) der Universität Chicago hat eine Sicherungsgruppe gebildet, um mit der Universität über eine Verbesserung der Sicherheitslage für Studenten zu verhandeln. Die Universität hat die Betriebsdauer des sogenannten „Lyft ride“ erweitert, ein kostenloser Transportservice für Studenten für außerhalb des Campus. Bis Ende des Jahres wird er nun sieben Tage die Woche außer an Feiertagen zur Verfügung stehen.
Shi Haotong, ein weibliches Mitglied des CSSA, sagte gegenüber der Global Times, dass die Universität erwäge, diesen Service zu einem langfristigen Programm auszubauen, aber dies sei „weit davon entfernt, ausreichend zu sein.“
Studenten der Universität Chicago haben auf Demonstrationen gegen die Untätigkeit der Universität in Sprechchören gerufen: „Wir sind hier, um zu lernen, nicht, um zu sterben!“
Chicagos Straftaten unter Waffengewalt sind Symptome einer Reihe chronischer Krankheiten der US-Gesellschaft. Illegaler Waffenbesitz wurde nie als ernsthaftes Problem angesehen. Nach Ansicht von Beobachtern seien ein wachsendes Einkommensgefälle, Armut und Bandenkriminalität für einen Kreislauf gewalttätiger Verbrechen verantwortlich. Die Bundesregierung und die Regierungen der Bundesstaaten täten nicht genug für die Lösung dieser Probleme, da die Sicherheit und der Lebensunterhalt einfacher Leute weit davon entfernt seien, zu den Prioritäten des politischen Systems der USA und des Regierungshandelns zu zählen.
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